Sommersymposium 2019 > Kurse

Zwischen 15. und 26. Juli 2019 wurde ein umfangreiches Kursprogramm von insgesamt 27 Kursen angeboten: 

Erste Kurswoche (Kurssprache: Deutsch):
Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019: 5 Tageskurse

Zweite Kurswoche (Kurssprache: Englisch und Deutsch):
Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019: 5 Tageskurse
Mo, 22. - Mi, 24. Juli 2019: 3 Tageskurse
Do, 25.  -Fr, 26. Juli 2019: 2 Tageskurse

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1. Kurswoche: Mo, 15. bis Fr, 19. Juli 2019 (5 Tage)

01: Katazome - japanischer Papierschablonendruck auf Textilien | Anita Bauer, A | 15. - 19. Juli 2019 - ausgebucht

Die Teilnehmer/Innen beschäftigten sich mit einer textilen Färbetechnik namens 型染め  [Katazome], ein spezielles Reserveverfahren aus Japan. Dabei wird Reispapp durch Papierschablonen gedrückt. Nach dem Trocknen wird mit einem hake (breiter Pinsel) der Farbstoff direkt auf den Stoff appliziert. Die Technik gilt als Vorreiter des Siebdrucks und weist auch Parallelen zum europäischen Blaudruck auf.
Der Kurs hat einen hands-on-Charakter, sprich der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Tun. Dabei wurde mit einer kleinen Einführung in die Ästhetik dieser Technik begonnen, danach wurden die Druckschablonen aus Papier hergestellt, der Reispapp zubereitet, die Stoffe anschließend damit reserviert, aufgehängt und gespannt, und schließlich die Stoffe gefärbt. Es wurde mit einfachen, kontrastreichen Mustern und Formen gearbeitet, es konnten natürlich eigene Designs oder Ideen bereits zu Kursbeginn mitgebracht werden. Im Kurs könnten Stoffe entstehen, die sich im Kimono-Kurs in der Folgewoche gleich weiterverarbeiten ließen.

Teilnehmerkreis: alle experimentierfreudigen und interessierten Personen
Voraussetzungen:
Neugierde und Lust am gemeinschaftsorientierten Arbeiten
Teilnehmerzahl:
max. 8 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch, bei Bedarf Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: ANITA BAUER, Österreich
1989 geboren in Linz, studiert Textilkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Textildesign und Färberei in Tokyo an der Joshibi University for Art and Design, lebt und arbeitet in Wien und Oberösterreich. In ihren Arbeiten
geht es um einen Dialog zwischen Handwerk, Design und Kunst, zwischen Altem und Neuem und die Verbindung
verschiednere Kulturkreise; arbeitet seit Sommer 2017 in den Räumlichkeiten der Zeugfärberei Gutau

 

02: Weben - ein Fadengeflüster im Garten Eden | Priska Schmid, CH | 15. - 19. Juli 2019 - ausgebucht

Die Teilnehmer/Innen lernten und vertieften in diesem Einsteigerkurs in der Handwebwerkstatt das komplette Einrichten des Webstuhls. Sie planten, schärten und bäumten mehrere Ketten, machten den Einzug und webten. Es wurden erste Erfahrungen an verschiedenen Webstühlen gesammelt und unterschiedliche Modelle verglichen.
Die Möglichkeiten beim Weben mit vier bis acht Schäften, ausgehend von der Leinwand- und der Ripsbindung wurden ausprobiert und das theoretische Wissen dazu vermittelt. Inspiriert vom Thema „Garten Eden" entstanden bunte Tücher nach individuellem Entwurf.

Teilnehmerkreis: Webanfänger/innen und Weber/innen mit Basiswissen
Voraussetzungen: Lust aufs Weben
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: PRISKA SCHMID, Schweiz
1968 geboren, 1989-1992 Lehre als dipl. Handweberin, Textile Weiterbildungen an den Schulen für Gestaltung und Kunst in Luzern und Zürich. Diverse textile Projekte rund um den Globus und im eigenen Atelier. Spezifisches Wissen in der Gestaltung und Herstellung von Paramenten. Mehrjähriges Engagement in der Handweberei eines Zisterziens-erklosters. Von 2011 – 2018 Leitung der Paramentenwerkstatt, Handweberei und Nähatelier, Kloster Fahr

 

03: Rippen und Falten - Auf und Ab im Gewebe | Sylvia Bünzel, D | 15. - 19. Juli 2019 - ausgebucht

Es ist ja immer spannend, wenn ein Gewebe aus der Fläche heraustritt und eine räumliche Struktur erkennen lässt. Es gibt eine Anzahl von Bindungen, die in Kombination mit Material und Farbe ganz erstaunliche Effekte und ein kräftiges Auf und Ab im Gewebe ergeben. Die Teilnehmer/Innen arbeiteten mit hohlen Rippen, kett- und schussseitigen Bindungen, Kreppstrukturen, Kombinationen von flottierenden und engbindenden Fäden, diversen Materialkontrasten und vielem mehr.

Sie probierten aus, kombinierten Bekanntes und Neues, brachten Farbe ins Spiel und wagten auch das Experiment.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten mit oder ohne Webkenntnisse
Voraussetzungen: keine, Anfänger/innen wie Fortgeschrittene sind herzlich willkommen
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache:
Deutsch
Kurskosten: 
315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: SYLVIA BÜNZEL, Deutschland
1961 geboren in Frankenberg/Eder, Deutschland, 1992-1996 Ausbildung zur Handweberin am Werkhof Kukate, seit 1993 eigenes Atelier, zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen, seit 2003 Kursleitertätigkeit am Werkhof Kukate, seit 2005 Dozententätigkeit an der Freien Waldorfschule am Maschsee, Hannover, 2009/2010 Teilnahme am Studiengang zum Gestalter im Handwerk, Werkakademie für Gestaltung und Design im Handwerk Niedersachsen e.V., Hannover mit Abschluss „Gestalterin im Handwerk"
mehr Infos: www.sylvia-buenzel.de

 

04: Fair Isle stricken | Maria Nefischer, A | 15. - 19. Juli 2019

Das Thema „Garten Eden" erzeugt bunte Bilder im Kopf, voll üppiger Farben, Blumen und Muster – ideal, um sich beim Stricken in der Fair Isle Technik davon inspirieren zu lassen! Zum einen lernten die Teilnehmer/Innen in dieser Woche die Grundbegriffe wie Fadenhaltung beim Stricken mit zwei Garnen, Steekmaschen und Aufschneiden kennen und erarbeiteten sich die technische Basis. Zum anderen experimentierten sie auch mit Farben und Mustern, um ein Gefühl für die ver-schiedenen Gestaltungsmöglichkeiten zu bekommen. Sie holten sich Farbanregungen aus der Natur, setzen sie in der Fair Isle Technik um und beobachteten, wie verschiedene Farben die Muster unterschiedlich wirken lassen. Das Experimentieren und eine kreative Herangehensweise standen im Vordergrund. So tauchten sie während der Kurstage immer tiefer ein in die bunte, üppige Welt des Strickens – fast wie in einen Garten Eden…

Teilnehmerkreis: alle, die schon immer mehrfärbige Muster stricken wollten und Lust auf Farbe und Maschen haben
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Stricken
Teilnehmerzahl:  max. 10 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019 
Kurssprache: D
eutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurskosten:
 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: MARIA NEFISCHER, Österreich
1968 geboren, Kolleg für Kunsthandwerk & Design, Kurse bei Di Gilpin und Kaffe Fassett, Brandon Mably, lebt und arbeitet in Niederösterreich und im Burgenland als Strickdesignerin und führt das Wollgeschäft „Zum Schwarzen Schaf", leitet Kurse zu verschiedensten Strickthemen in Österreich, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz und bietet auch Strickreisen an
mehr Infos: www.stricken-macht-gluecklich.at

 

05: Erste Schritte für Schnitte: Die Bluse | Theresa Prammer, A | 15. - 19. Juli 2019

In dem Kurs wurde alles gelernt, was man für eine klassische Blusenverarbeitung braucht:
Angefangen vom Zuschnitt, über das Fixieren der Einzelteile bis hin zu technischen Details wie Ärmel-, Kragen-, Schlitz- und Manschettenverarbeitung wurden alle Schritte durchbesprochen und erlernt. Ein weiteres wichtiges Kapitel war die Abänderung eines Konfektionsschnittes zu einem passenden Blusenschnitt, beginnend mit dem Papierschnitt bis zur ersten Anprobe. Ziel war es, am Ende des Kurses eine fertige Bluse mit nach Hause nehmen zu können. Konfektionsschnitte waren vorhanden, es bestand aber auch die Möglichkeit eigene Schnitte mitzubringen und mit diesen zu arbeiten.

Teilnehmerkreis: fortgeschrittene Schneider/innen, die die klassische Blusenverarbeitung erlernen wollen
Voraussetzungen: Grundlagen der Schneiderei
Teilnehmerzahl: max. 6 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache:
Deutsch
Kurskosten: 
315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: THERESA PRAMMER, Österreich
1987 in Rohrbach/Mühlviertel geboren, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft mit Magisterabschluss in Kostümgeschichte an der Universität Wien, während des Studiums Beginn der Ausbildung zur Schneiderin, 2013 mit Meisterprüfung in Wien abgeschlossen, arbeitet derzeit an einer Bademodenkollektion und an einem Schnittzeichenbuch für Anfänger/innen

 

06: Monolog mit Nadel und Faden - aus dem Leben gestickt | Gina Niederhumer, A/Südafrika | 15. - 19. Juli 2019

Jeder Tag birgt seine kleinen Schätze und Begebenheiten - man hört etwas, das einen anspricht, man sieht etwas, das einem gefällt, manchmal beschäftigen uns auch ungemütliche Gedanken… In diesem Kurs gingen die TeilnehmerInnen in einer spielerisch gestickten Bildsprache damit um. Sie stickten postkartengroße textile Bilder, in denen sie ihre Gedanken, Gefühle und Eindrücke verarbeiteten. Die Summe der fertigen Arbeiten stellt eine Art Tagebuch des Erlebten dar, eine persönliche Geschichte in Stoff und Faden, die jeden Tag unterschiedliche Aspekte aufgreift: das Sich-frei-Sticken, die Suche nach Verlangsamung, die Erarbeitung eines persönlichen Stoffarchivs und einer individuellen Sticksprache, die Beschäftigung mit zeitgenössischen Textilkünstlern/innen und vieles mehr.
Ziel des Projektes war nicht das perfekte Erlernen einer spezifischen Sticktechnik, sondern das Einlassen auf einen künstlerischen Prozess und die Auseinandersetzung mit der persönlichen Biografie.

Teilnehmerkreis: alle, die Freude am textilen Arbeiten und individuellen Ausdruck haben
Voraussetzungen: keine, jedoch ist beim Handsticken Geduld von Nöten
Teilnehmerzahl: max. 12 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: GINA NIEDERHUMER, Österreich/Südafrika
geboren in Österreich, übersiedelte im Alter von 19 Jahren nach Südafrika, freischaffend als Textil-künstlerin, Autorin und Kursleiterin tätig, 1978 – 1980 Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz/A, Studium Fine Arts und Visual Arts an der University of South Africa (UNISA), 2014 – 2016 Masters in Fine Art an der University of Cape Town (UCT), zahlreiche Ausstellungen
mehr Infos: www.ginaniederhumer.com

 

07: Sag es durch die Blume - Stickstiche zur Blatt- und Blütenstickerei | Tanja Boukal, A | 15. - 19. Juli 2019

Möchten Sie Ihren Stickprojekten mehr Vielfalt verleihen, indem Sie verschiedene Arten von Blättern oder Blüten einsetzen? Diese Frage konnten die Teilnehmer/Innen des Kurses bejahen. Da Blumen und Blätter wahrscheinlich das häufigste Motiv in der Stickerei sind, ist es gut, ein ganzes Arsenal an Stickstichen und Techniken zur Hand zu haben, um sie zum Leben zu erwecken.
Nach einer Vorstellung unterschiedlicher Arbeitsmaterialien und Werkzeuge sowie der Grundlagen des Stickens und korrekten Bespannens des Stickrahmens stickten die Teilnehmer/Innen an den ersten beiden Tagen gemeinsam ein kleines Mustertuch mit vielen verschiedenen Techniken, inspiriert von Beispielen traditioneller und moderner Interpretationen gestickter Blumen. Danach entstehen ganz individuelle Arbeiten: ein Blumenbild, verschönerte Kleidung oder akzentuierte Taschen,… - die Möglichkeiten sind so grenzenlos wie die Vielfalt der Blumen, die auf der Erde wachsen!

Teilnehmerkreis: alle, die Lust auf Neues haben
Voraussetzungen:
keine, der Kurs ist auch für Anfänger/innen geeignet
Teilnehmerzahl:
max. 10 Personen

Datum: Mo, 15. – Fr, 19. Juli 2019
Kurssprache:
Deutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurskosten: 
315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: TANJA BOUKAL, Österreich
1976 in Wien geboren, HBLA f. Mode- und Bekleidungstechnik/Kunstgewerbe, 1996 – 1999 Studium „Bühnenbild" an der Wiener Kunstschule, 2002 – 2008: Leitung der Klasse „temporäre Raumgestaltung" an der Wiener Kunstschule, seit 2000 Assistenz an der Sommerakademie Salzburg; zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, u.a. 2013/14 Einzelausstellung „political correctness" im Museum der Moderne, Salzburg; 2015: „Demonstrating Minds" im Museum für zeitgenössische Kunst Helsinki
mehr Infos: www.boukal.at/de

 

 

2. Kurswoche: Mo, 22. bis Fr, 26. Juli 2019 (5 Tage)

08: Aktion & Reaktion: Gewebekonstruktionen und ihre Veredelung durch Nachbehandlung | Daniel Henry, BE und Tim Perry Williams, GB | 22. - 26. Juli 2019

In diesem Kurs stand die bewusste Reflexion über das Verhältnis zwischen Strukturen bzw. der Konstruktionen gewebter Stoffe und deren Nachbehandlung bzw. Manipulation im Mittelpunkt. Die TeilnehmerInnen bewegten sich zwischen der Arbeit am Handwebstuhl und der Veredlung hin und her, die Auswirkungen gewisser Nachbehandlungsmethoden bei unterschiedlichen Materialien wurden genau analysiert und mit diesen Erkenntnissen erneut an den Webstuhl gegangen. Es wurden thermische, physikalische und chemische Nachbehandlungsmethoden erprobt, die sowohl das Aussehen als auch den Griff der Gewebe verändern können. Sie beschäftigen sich mit Walken, Filzen, Schmirgeln, Bürsten, Nadeln, Falten, Plissieren, Folieren, Prägen, Schrumpfen, Bleichen und Ausbrennen.

Teilnehmerkreis: geeignet für mittlere bis fortgeschrittene Weber/innen (können Anfänger/innen im Bereich Finishing sein)
Voraussetzungen:
Neugier und Bereitschaft zum Experimentieren, Entdecken und Erforschen
Teilnehmerzahl:
max. 12 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch, bei Bedarf auch Französisch
Kurskosten: 350 Euro, für Studierende 315 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung 1: DANIEL HENRY, Belgien
1976 geboren, 2001 Diplom an der Ecole Nationale Superieure des Arts Visuels – LA CAMBRE in Textile Design and in Fashion Design, Brüssel, 2002 Eröffnung eines eigenen Ateliers für Textildesign in Tournai, Referent und künstlerischer Direktor bei verschiedenen Firmen, Freelancer für diverse Modehäuser und Jungdesigner, seit 2004 Lehrtätigkeit und Workshops
mehr Infos: www. danielhenry.eu

Kursleitung 2: TIM PARRY-WILLIAMS, Großbritannien
1974 geboren in Gloucester/UK, 1993-1998: BA und MA Textilstudium am Surrey Institute of Art & Design und an der Okinawa Prefectural University of Art, 2002-2013: Senior Lecturer Woven Textiles, Bath Spa University, UK, seit 2013: Kursleiter, MA Design: Fashion & Textiles Bath Spa University, UK, seit 2004 mehrere Ausstellungen, u.a. das Projekt „Plain Stripe Check" in Tokio, Farnham, Stroud und Haslach

 

09: Ungleiche Paare - Weben am TC1 und TC2 | Vibeke Vestby, NO und Elisabeth Stötzler, A/D | 22. - 26. Juli 2019

Der digitale Hand-Jacquardwebstuhl ermöglicht eine rasche Ausführung von Entwürfen und Ideen in Geweben. Inspiriert vom Thema „Garten Eden" entwickelten die TeilnehmerInnen zwei Gewebe, die gemeinsam ein Paar ergeben können. Die beiden Kursleiterinnen zeigten bei der Umsetzung unterschiedliche Wege auf: Die TeilnehmerInnen konnten zwei Webstühle ausprobieren, den TC1, den ersten digitalen Hand-Jacquardwebstuhl, und den TC2, eine verbesserte Entwicklung von Digital Weaving Norway. Die Erstellung der digitalen Datei zur Steuerung des Webstuhls erfolgte einmal im Photoshop, einmal im CAD Programm Arahne. Die Entwurfsdatei konnte ein Design oder eine Fotografie sein. Sowohl Planung und Know-how als auch Experimentierfreude und Kreativität waren gefordert, um die Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten auszuloten und den eigenen Weg zu finden.

Teilnehmerkreis: alle, die in die Gewebekonstruktion und das Jacquardweben eintauchen möchten
Voraussetzungen: Kenntnisse der Bindungslehre
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch, Deutsch, Norwegisch
Kurskosten: 440 Euro, für Studierende 396 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung 1: VIBEKE VESTBY, Norwegen
1954 geboren, Ausbildung zur Weblehrerin, Textilkünstlerin und Computerprogrammiererin; unterrichtete am Textillehrerkolleg und an der Hochschule für Kunst und Design in Oslo; arbeitet seit 1990 mit Tronrud Engineering und entwickelte dort den TC1 und TC2, zuständig für Sales & Marketing; TC1 / TC2-Workshops in den USA, Asien und Europa

Kursleitung 2: ELISABETH STÖTZLER, Deutschland/Österreich
1960 geboren, Ausbildung zur Handweberin, Damenschneiderin; Studium Textildesign; Praxis in Handwerksbetrieben und der Textilindustrie; Tätigkeit in der Textilkonservierung; Lehrauftrag an der Kunstuniversität Linz, Abteilung textil.kunst.design, Fashion &Technology; Mitarbeit im Textilen Zentrum Haslach im Bereich Jacquardweberei/CAD, Dessinatur und Kurse

 

10: Low tech - high end: Komplexe Muster mit einfachem Gerät weben | Ase Eriksen, NO | 22. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

Zusammengesetzter Kettköper und Leinwand (Jin), Han-Qi (Han-Damast), Samit, Taqueté, Kuvikas (Sommer und Winter), Lampas (Beiderwand) und gemusterte Doppelgewebe sind allesamt historische High-Tech-Webstrukturen, die seit vielen hundert Jahren mehr oder weniger verschwunden sind, speziell jene, die vor allem in den Anfängen der Weberei gemusterter Seidenstoffe zum Einsatz kamen. Die Webwerkzeuge und -methoden sind meist nicht mehr vorhanden, aber die Strukturen sind rekonstruierbar. Den TeilnehmerInnen standen Schaftwebstühle zur Verfügung, auf denen sie Proben dieser historischen Bindungen erzeugten, manchmal mit kleinen Anpassungen des Webstuhls. Die einfachste Methode um Muster herzustellen, basiert auf dem Einlegen von Stäben. Im theoretischen Teil des Workshops werden alle Verfahren und Bindungsstrukturen erklärt und in einen historischen Kontext gestellt.

Teilnehmerkreis: Weber/innen und andere Interessierte mit Basiswissen im Weben
Voraussetzungen: Grundlagen im Weben
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: ÅSE ERIKSEN, Norwegen
1956 geboren in Bergen/NO, 1977-1982: Bergen Academy of Art and Design, Textilabteilung, Schwerpunkt Weben, seit 1982 eigenes Webstudio, Lehrerin für Weberei, BA für Kunst und Design, seit 1995 Spezialisierung auf „Weben mit freien Mustern", Vorträge über die eigene Arbeit, über liturgische Textilien und die Rekonstruktion historischer Textilien. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
mehr Infos: www.kirketekstiler.com und www.samitum.no

 

11: Handtufting | Rolf Brenner, D/SE und Ingrid Hackl, A | 22. - 26. Juli 2019

Das Handtuften ist eine faszinierende Technik, bei der man mit einem pistolenartigen Gerät Flor-fäden in ein Grundgewebe einschießt. Dadurch können auf relativ einfache Weise wollige Teppiche und Wandbehänge hergestellt werden, die im Design völlig frei sind.
Die TeilnehmerInnen lernten alle Arbeitsschritte kennen, vom Aufspannen des Grundgewebes über das Bedienen der Handtuftmaschine bis hin zum richtigen Verleimen der Rückseite der Teppiche. Sie beschäftigten sich mit geeigneten Materialien, Flor- oder Schlingenhöhen und legten einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Entwurfs. Es standen verschiedene Typen von Handtuftmaschinen bereit – elektropneumatische, elektrische oder von Hand betriebene. Außerdem luden Schermaschine und Reliefschneidemaschine ein, mit Nachbehandlungseffekten zu experimentieren. Jede/r Teilnehmer/in tuftete einen kleinen Teppich und probierte verschiedene Techniken aus.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten, besonders geeignet für Designer/innen, Künstler/innen und Innenarchitekten/innen
Voraussetzungen:
handwerkliches Geschick
Teilnehmerzahl:
max. 6 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019 
Kurssprache:
Englisch und Deutsch
Kurskosten: 
395 Euro, für Studierende 256 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung 1: ROLF BRENNER, Deutschland/Schweden
1948 geboren in Ottweiler, D; Meisterklasse in der Texilfachhochschule Krefeld, als Textildesigner bei verschiedenen Firmen in Deutschland, Holland und Schweden tätig, 2 Jahre Aufbau einer Handweberei in Swasiland, seit 35 Jahren eigene Werkstatt für Handtufting und Robottufting in Hilsjunga, SE, diverse Ausstellungsbeteiligungen und Studienaufenthalte
mehr Infos: www.designbrenner.se

Kursleitung 2: INGRID HACKL, Österreich
geboren in Kirchdorf/Krems, Studium Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten in Linz, Zusatzqualifikationen u.a. als Schreibtherapeutin und Persönlichkeits- und Kommunikationstrainerin, seit 2010 Lehrende und Universitätsassistentin für Gestaltung: Technik.Textil an der Kunstuniversität Linz, künstlerische Arbeit in den Bereichen Collage, Textildesign, Malerei und Lyrik; zahlreiche Ausstellungen u. Kunstprojekte

 

12: Letter performance | Cécile Belmont, F/A | 22. - 26. Juli 2019 - abgesagt

Eine Letter Performance ist eine Kleider-Aktion im öffentlichen Raum. Es tragen dabei eine oder mehrere Personen Buchstaben und Wörter auf ihrer Kleidung. Dadurch werden temporäre Sätze sichtbar, die in Fotografien festgehalten werden. In Haslach wurden mehrere Letter Performances entwickelt, die den Ort mit seinen Eigenschaften bespielen. Dafür erforschten die Teilnehmer/Innen die Gegend und sammelten Wörter: sie durchwanderten Haslach, schrieben Eindrücke und Bemerkungen auf und sprachen Bewohner/innen an. Als nächstes trugen sie die Wörter direkt auf Kleidungsstücke mit Hilfe von verschiedenen Textiltechniken auf: u.a. Handsiebdruck, Applikation, Stickerei, Flexdruck... Diese Kleider-Botschaften inszenierten sie an öffentlichen Plätzen in Haslach. Die textilen Wörter reagierten mit der Umgebung und öffneten Dialoge mit den Passanten. Eine Letter Performance bildet sich an der Schnittstelle zwischen textilen Experimenten, partizipatorischer Kunst und konkreter Poesie.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch, Englisch und Französisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: CECILE BELMONT, Frankreich/Österreich
1975 in Frankreich geboren, studierte Textilkunst an der ESAA Duperré Paris, Textil- und Flächendesign an der Kunsthochschule Weißensee Berlin sowie Malerei in Argentinien, lebt zurzeit in Linz/A; arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design mit u.a. bedruckten und gestickten Stoffen, Performance im öffentlichen Raum, Ausstellungen und Fotografie; Lehrtätigkeit, u.a. Universität Mozarteum Salzburg, Lentos Kunstmuseum Linz, Universität Wien, Fakultät für Architektur, RWTH Aachen
mehr Infos: www.cecilebelmont.com

 

13: Von der Blauen Blume - Annäherungen an den Lein | Veronika Moos, D | 22. - 26. Juli 2019 storniert

Das Leinprojekt »Von der blauen Blume« wurde 2014 von Veronika Moos ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Landart, Dialog, Fasergewinnung und künstlerischer Spurensuche rund um die Kulturpflanze Flachs bzw. Lein.
Der Kurs setzte ebenfalls an diesen Schnittstellen an: Materialausgangspunkt war ein dickes Bündel verrotteter Leinhalme, das die Teilnehmer/Innen „verwandelten", d.h. von Samen befreiten, Holz herausbrachen, Fasern hechelten und aus allem (bei der Leinverarbeitung gibt es keinen Abfall) in freien Weiterverarbeitungen Fäden sponnen oder kunstvolle Zeichnungen und Gebilde entstehen ließen. Kulturelle Hintergründe ergänzend, verfolgten die TeilnehmerInnen den Wachstumsweg des Leins bis zum Samenkorn zurück und erfuhren, wie schon aus einem kleinen Stück Erde und ein wenig Sehnsucht nach der »blauen Blume« ein prächtiger Leingarten werden kann.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl:  max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache:
Deutsch und Englisch
Kurskosten: 
315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: VERONIKA MOOS, Deutschland
1961 geboren, Diplom an der Akademie für Bildende Künste, Mainz; Promotion an der Universität zu Köln; lebt und arbeitet als Bildhauerin und Kulturpädagogin in Köln und Frankreich, Côte d‘Opale; rief 2014 das Leinprojekt von-der-blauen-blume ins Leben, hierbei stellen Menschen ein Stück Erde für Leinsaat (Faserflachs) zur Verfügung; hält mittlerweile „organische Archive" aus ganz Europa in den Händen, 2017 Ausstellung „Von der blauen Blume" im Haslacher Kirchturm
mehr Infos: www.textilkunst.de

 

14: Felttopia | Gudrun Bartenberger-Geyer, A | 22. - 26. Juli 2019

Im Sommer trafen in Haslach Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Das Textile, das Handwerk und die Kunst fungierten unter dem Motto „Garten Eden" als Medien, die uns alle miteinander verbinden.
Das lässt an Utopia denken - an einen endlosen Spielraum für gemeinsames kreatives Denken und Handeln und ist ein inspirierender Ausgangspunkt für einen Kurs, in dem „Syntopia" – der wechselseitige Austausch von Kunst und Natur – im Zentrum steht.
Es wurden einfache Elemente aus der Natur herangezogen, die sich als Inspiration für textiles Gestalten anbieten. Aus Wolle und Naturfasern modellierten die Teilnehmer/Innen Formen, die wie Naturgestalten anmuten. Im Wechsel aus Einzel- und Gruppenarbeit konnten aus kleineren Gebilden größere Kompositionen installiert werden. Auch Materialien, die aus den unterschiedlichen Ursprungsländern der Teilnehmer/innen mit nach Haslach reisten, dienten als Ausgangspunkt und verbunden sich zu einem Ganzen. Am Ende sollten neben eigenen Kreationen und haptischen Erfahrungen auch visuelle Erinnerungen und Ideen aus „Felttopia" mit nach Hause reisen.

Teilnehmerkreis: alle, die Freude am Gestalten und am Experimentieren mit Wolle haben
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Filzen sind von Vorteil
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: GUDRUN BARTENBERGER-GEYER, Österreich
1969 geboren in Linz, 5-jährige Ausbildung für textiles und dekoratives Gestalten, Diplom für Mode und Bekleidungstechnik, Meisterklasse für Damenkleidermacher, Entwurf und Umsetzung von Taschenkollektionen als selbständige Modemacherin, seit 2005 Zusammenarbeit mit internationalen Textilkünstlern/innen im Bereich Filzen, Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, Leitung von Workshops
mehr Infos: www.gudrungeyer.com

 

15: Musterentwurf und Handdruck - Muster verstehen, entwerfen und drucken | Bettina Zwirner, D | 22. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

In diesem Kurs beschäftigten sich die Teilnehmer/Innen mit verschiedenen Drucktechniken wie Stempel- und Scha-blonendruck. Durch das Arbeiten mit diesen Techniken kann man auf sehr einfache und direkte Art und Weise die Gestaltungsgrundlagen und Gesetzmäßigkeiten von Mustern und Oberflächengestaltungen verstehen und anwenden lernen.
Beim Entwurf ließen sie sich von der Natur inspirieren. Blumen und Pflanzen sind eine nie endende Quelle und bildeten die Grundlage, um eine eigene Formensprache zu entwickeln, ohne dass dafür zeichnerische Vorkenntnisse notwendig waren. Es konnten abstrakte aber auch figurative Muster entstehen.
Entwerfen eines Einzelelements, Entwickeln eines Musterrapports, Drucken von Flächenmustern, Rapportieren eines eigenen Entwurfes und der Reservierungsdruck auf Stoff waren Bestandteile dieses Kurses. Dazu experimentieren die Teilnehmer/Innen mit ungewöhnlichen Druckmaterialien und arbeiteten auf unterschiedlichen Arten von Papier, Stoffen und mitgebrachten Textilien. Die entstandenen Drucke konnten auch als Musterbuch gebunden werden.

Teilnehmerkreis: alle, die schöne Muster mögen
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: BETTINA ZWIRNER, Deutschland
1960 geboren, Lehre als Handweberin, Studium Textilkunst an der Kunstakademie Nürnberg, lebt und arbeitet in Nürnberg, betreibt ein Atelier für textilen Handdruck, arbeitet als Dozentin in der Textilwerkstatt der Werkbund Werkstatt Nürnberg
mehr Infos: www.bettinazwirner.de

 

16: Maschen-Bildung – die Strickmaschine begreifen | Veronika Perschè, A | 22. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

Das Maschinstricken ermöglicht die schnelle, direkte Umsetzung eigener Inspirationen und öffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten! Dieser Kurs richtete sich an Anfänger/innen im Umgang mit der Strickmaschine und an alle, die eine neue Textiltechnik ausprobieren wollten. Die Teilnehmer/Innen befassten sich vor allem mit der Handhabung der Maschine, begriffen das Funktionsprinzip und loteten die diversen Musterungsmöglichkeiten aus. Neben dem technischen Know-How wurden auch individuelle Ideen besprochen und jede/r aufgefordert, selbst verschiedene Muster, Effekte, Farbstellungen und Garne spielerisch auszuprobieren. Wer Interesse an computerunterstütztem Design hatte, erhielt eine Einführung in die Strickdesign Software ‚DesignaKnit‘.
Am Ende des Kurses nahmen alle Teilnehmer/innen viele kleine oder größere Musterstücke und noch viel mehr Erfahrungen und Denkanstöße mit. Sofern vorhanden, konnten eigene Strickmaschinen gerne mitgebracht werden. Es standen aber auch mehrere Strickmaschinen vor Ort zur Verfügung.

Teilnehmerkreis: Designer/innen, Künstler/innen, Textilinteressierte, Strickanfänger/innen
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Umgang mit textilen Werkstoffen, Handstrickkenntnisse und Erfahrungen mit Maschinen (z.B. Nähmaschinen) sind von Vorteil
Teilnehmerzahl:
max. 8 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: VERONIKA PERSCHÉ, Österreich
1976 in Klosterneuburg geboren, Ausbildung zur Gold- und Perlenstickerin in Wien, Ausbildung und Diplom für Textildesign in Wien; seit 2001 Projekte als selbständige Strickdesignerin, nationale und internationale Ausstellungstätigkeit, Zusammenarbeit mit Künstler/innen und Designer/innen aus den Bereichen Mode, Bildende Kunst, Kostüm, Möbeldesign, Schmuckdesign; 2010 Gastkünstlerin am CTCM Montreal, Kanada.
mehr Infos: www.persche.com

 

17: Textile Origami-Taschen | Teresa Neuhauser, A | 22. - 26. Juli 2019

Die Tasche ist ein Kleiderzubehör aus flexiblem Material und als Behältnis zum Tragen von Gütern bestimmt. Origami ist die Kunst des Papierfaltens, bei der ausgehend von einem zumeist quadratischen Papier durch Falten zwei- oder dreidimensionale Objekte entstehen. Manche Grundtechniken des Papierfaltens, bei denen es um das Erstellen von 3D-Objekten aus einer Fläche geht, lassen sich auch auf das Konstruieren von künstlerisch entworfenen, textilen Taschen übertragen. So entstehen einfache jedoch raffinierte Behältnisse und 3D-Objekte zu Transportzwecken, die sich möglichst kompakt zusammenfalten lassen.

Teilnehmerkreis: Taschenliebhaber/innen
Voraussetzungen: Kenntnisse im Umgang mit der Nähmaschine
Teilnehmerzahl: max. 7 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: TERESA NEUHAUSER, Österreich
1981 geboren in Wien, Kolleg für Mode und Bekleidungstechnik, HBLA Herbststraße, Wien, Studium Modedesign an der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Prof. Raf Simons, seit 2008 Schnittdirektrice des Labels NoC - natures of conflict, Wien, 2009 - 2013: Produktionsmanagement bei fabrics interseason Wien; 2010 - 2016 Lehrauftrag an der Kunst-universität Linz / Fashion & Technology, seit 2010 Universität für Angewandte Kunst Wien, KinderuniKunst Workshop-leitung Mode, seit 2017 in der Nähwerkstatt Haslach tätig

 

18: Kimono nähen - Meditation mit Nadel und Faden | Karin Altmann, A | 22. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

Ein japanischer Kimono („das Ding zum Anziehen") unterscheidet sich erheblich von westlichen Schnittformen, welche den Körper nachbilden oder in bestimmte Formen einschreiben. Ein Kimono wird aus ganzen, geraden Stoffbahnen genäht und erst am Körper gefaltet und mit Bändern befestigt. In seiner minimalistischen Ästhetik verkörpert der Kimono grundlegende Prinzipien der japanischen Ethik und Ästhetik, wie etwa wabi-sabi, das Konzept der Wahrnehmung von Schönheit oder mottainai, die „Verschwende nichts - Prinzipien", die für den Respekt vor der Einzigartigkeit der Dinge und der Unbeständigkeit allen Seins, aber auch für die Achtung vor dem Material und der Arbeit der Hände stehen. Im Kurs wurde für jede/n Teilnehmer/in ein persönlicher Kimono-Schnitt entwickelt und ein ungefüttertes Obergewand (hitoe kosode) in der traditionellen japanischen Handnähtechnik angefertigt.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten; auch gut mit dem Katazome-Kurs (Kurswoche 1) kombinierbar, um die selbst gestalteten Stoffe gleich weiterzuverarbeiten.
Voraussetzungen: keine; ein wenig Geduld und Ausdauer sind von Vorteil
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 315 Euro, für Studierende 284 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: KARIN ALTMANN, Österreich
1978 in Wien/A geboren, 1998 - 2005 Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Textil), an der Akademie der Bildenden Künste Wien und an der Wimbledon School of Art London (Kostümdesign); 2005 Diplom „Kirgisische Filzkunst im Kontext von Nomadismus und Schamanismus"; 2014 Dissertation und anschließende Publikation „Fabric of Life – Textile Arts in Bhutan", 1999 - 2016 Kunstvermittlerin im Essl Museum, seit 1999 künstlerische Projekte in Österreich, Bhutan und Ghana, seit 2014 Senior Lecturer an der Universität für Angewandte Kunst Wien, seit 2016 „Silent Threads – The Kimono Project"

 

 

2. Kurswoche: Mo, 22. bis Mi, 24. Juli 2019 (3 Tage)

19: Modellieren und zeichnen mit Metallfäden und Draht | Marta Nerhus, NO | 22. - 24. Juli 2019 - ausgebucht

Die Teilnehmer/Innen stellten mit einfachen Textiltechniken Skulpturen und dreidimensionale Formen aus schwarzem Eisendraht, bunten Metallfäden oder Kupferfäden her. Der Metallfaden kann weich oder hart sein, kann wie eine Linie wirken und ist leicht zu formen. Die Teilnehmer/Innen arbeiteten mit ihren Händen und brauchten fast keine anderen Werkzeuge. Manchmal war es, als ob sie ohne Webstuhl weben oder in die Luft zeichnen würden. Sie untersuchten die Eigenschaften und Möglichkeiten verschiedener Metallfäden. Zu Beginn wurden auf der Basis verschiedener Aufgaben kleinere Objekte in einfachen Techniken gefertigt und anschließend individuelle Skulpturen erstellt. Jede/r Teilnehmer/in wurde individuell unterstützt, um seine eigene Ausdrucksform zu finden. Die offenen Diskussionen in der Gruppe und der Austausch unterschiedlicher Sichtweisen waren ein wichtiger Teil des Workshops. Unsere Hände, unsere Augen und die nötige Offenheit waren die Werkzeuge.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 12 Personen

Datum: Mo, 22. – Mi, 24. Juli 2019
Kurssprache: Englisch und Norwegisch
Kurskosten: 225 Euro, für Studierende 203 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: MARTA NERHUS, Norwegen
1955 geboren am Hardangerfjord / NO, 1983 - 1988 Bergen Academy of Art and Design, Textil-Diplom, 1988 - 1989 Freie Kunstschule in Helsinki, Finnland; seit 1988 mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen in Norwegen und im Ausland, seit 1991 verschiedene Kurse für Kinder und Erwachsene; lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Bergen im Kulturhaus USF Verftet von 1988; 2014 - 2022 Zuschuss der Norwegischen Regierung für erfahrene Künstler/innen.
Weitere Infos: www.martanerhus.no

 

20: Der Sonnenhut- die Kunst des Hutmachens | Eva Siebert, A | 22. - 24. Juli 2019 - ausgebucht

In diesem Kurs erhielten die Teilnehmer/Innen einen tieferen Einblick in das Handwerk des Hutmachers bzw. Modisten  und eigneten sich viele Grundtechniken an. Der Fokus lag hierbei, passend zur Saison, auf der Verarbeitung von traditionellen Sommergeweben wie Sinamay, Parasisol, Panama u.ä.
Die Teilnehmer/Innen durchliefen die einzelnen Arbeitsschritte – vom Modellieren des Materials, dem Einnähen des Kopfweitenbandes, der Bearbeitung der Krempe und Garnitur, bis hin zum fertigen Hut. Auf Grundlage der erlernten Techniken wurde experimentiert und ein individueller Kopfschmuck angefertigt. Als Ergebnis konnte jede/r Teilnehmer/in einen Sonnenhut nach eigenem Maß und Design mit nach Hause nehmen.

Teilnehmerkreis: Hutliebhaber/innen und Interessierte
Voraussetzungen: gute Grundkenntnisse in Hand- und Maschinennähen
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Mo, 22. – Mi, 24. Juli 2019
Kurssprache: Englisch und Deutsch
Kurskosten: 225 Euro, für Studierende 203 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: EVA SIEBERT, Österreich
1985 geboren, Modistin, 3-jährige Ausbildung bei Chapeaux-Hutmode in Berlin, lebt und arbeitet in Wien, seit 2012 bei der Fa. Mühlbauer angestellt, seit 2017 Lehrkraft an der Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe Wien im Fachbereich HutmacherIn/ModistIn, entwirft und fertigt eigene Modelle für ihr Label Biester
mehr Infos: www.hutmode-biester.com

 

21: Weben wie in Westafrika | Ibrahim Coulibaly + Komory Fofana, Elfenbeinküste | 22. - 24. Juli 2019 - ausgebucht

In Westafrika weben die Männer auf einfachen Trittwebstühlen Bänder von ca. 13 cm Breite, die anschließend zu Stoffbahnen zusammengenäht werden. Die Stoffe sind in Leinwandbindung gewebt, die traditionellen Muster werden mit einem Brettchen eingelegt. In diesem Kurs lernten die Teilnehmer/Innen nicht nur die traditionelle Webtechnik kennen, sondern erfuhren auch viel über die Kultur und das Leben in Westafrika. Die beiden Kursleiter Komory Fofana und Ibrahima Coulibaly kommen aus Waraniéné, dem bekannten Weberdorf im Norden der Elfenbeinküste und vermittelten authentisch ihr Handwerk.
Der Kurs richtete sich gleichermaßen an Erwachsene wie auch an Kinder ab 10 Jahren, es waren keine Web-Vorkenntnisse nötig. Die Kursleiter zeigten wie der aus Holzstecken bestehende Webstuhl aufgebaut und eingerichtet wird, damit die Teilnehmer/innen später zu Hause weiter weben können.

Teilnehmerkreis: Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren mit Neugier und Interesse für andere Kulturen
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Mi, 24. Juli 2019
Kurssprache: Französisch, Englisch, Deutsch (Dolmetsch)
Kurskosten: 250 Euro, für Studierende 225 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: IBRAHIM COULIBALY und KOMORY FOFANA, Elfenbeinküste
Ibrahim Coulibaly, geboren 1968 und Komory Fofana, geboren 1963, stammen beide aus Waraniéné, einem Weberdorf im Norden der Elfenbeinküste. Bereits während ihrer Schulzeit halfen sie ihren Vätern und Onkeln beim Weben – eine hohe Kunst, die in ihrem Land nur von Männern ausgeführt wird, während die Frauen die Baumwolle spinnen und die fertigen Bahnen zusammenhäkeln. Als vor über 25 Jahren ein Weber aus diesem Dorf Gelegenheit bekam, das Handwerk in der Schweiz vorzustellen, entstand ein nachhaltiges Netzwerk. Seither kommen regelmäßig zwei Weber nach Europa, um ihre Handwerkskunst weiter zu vermitteln und die gewebten Waren aus ihrer Heimat zu verkaufen. Der Kontakt läuft über eine Kooperative, so kommt der Erlös dem ganzen Dorf zugute.

 

22: Ecoprint - mit den Farben der Blätter drucken | Cordula Ammann-Zuber, CH und Ruth Pryce, A | 22. - 24. Juli 2019 - ausgebucht

Was alles in Wald und Wiese verborgen ist! Bei der Technik des Pflanzendrucks übertragen die Blätter ihre Farbe direkt auf den Stoff. In Verbindung mit verschiedenen Beizen werden unterschiedliche Farbnuancen erzielt und die Farben licht- und waschecht fixiert. Es wird auf Baumwolle, Wolle und Seide gearbeitet.
Die Teilnehmer/Innen erkundeten die Farben und Formen unserer einheimischen Pflanzen und gestalteten Stoffe für Wohntextilien oder Kleider. Am zweiten Tag erweiterten sie die Farbpalette mit Indigoblau. Der Zufall spielt beim Ecoprint immer eine Rolle, doch die Teilnehmer/Innen lernten nach und nach diesen gezielt einzusetzen. So wurden Stoffe, Kissenbezüge, Schals und T-Shirts verzaubert.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Mo, 22. – Mi, 24. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 240 Euro, für Studierende 216 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung 1: CORDULA AMMANN-ZUBER, Schweiz
1974 geboren in St. Gallen, Schweiz, Ausbildung zur Textilgestalterin im Handweben und Kindergärtnerin, Studienreisen an der Seidenstraße und in China, Weiterbildung Shibori bei Yoshiko I. Wada, seit 2000 eigenes Label AUF&AB, Kurstätigkeit im Bereich Handweben, Shibori, gewebtes Shibori und Ecoprint, seit 2002 Ausstellungstätigkeit
mehr Infos: www.aufundab.ch

Kursleitung 2: RUTH PRYCE, Österreich
1967 geboren, diplomierte Kräuterpädagogin mit dem Schwerpunkt Färben mit Pflanzenfarbstoffen, lebt und arbeitet in Wien. Mehrjährige Erfahrung als Kursleiterin zum Thema Färben mit Naturfarbstoffen, u.a. im Museum für Urgeschichte in Asparn/Zaya. Weiterbildung zum Thema Färben bzw. Ecoprint bei Michel Garcia und Irit Dulman
mehr Infos: www.wollgras.jimdo.com

23: Ätzen - Färben - Filzen | Harm Harms, NL | 22. - 24. Juli 2019 - ausgebucht

Das kostbare Aussehen von Samt eignet sich ideal, um daraus Unikate höchster Qualität zu erzeugen. Das Ätzen von Samt ist auch bei Couturiers sehr beliebt, da zwischen der sehr dichten Samtoberfläche und der Stoffbasis aus transparenter Seide ein schöner Kontrast hergestellt werden kann.
In diesem Kurs wurde eine spezielle Ätztechnik vermittelt, mit der Transparenz im Samt geschaffen werden kann. Das selektive „Ausbrennen" der Viskose im Flor offenbart dabei den seidenen Untergrund. Durch Ätzen und der Kombination mit Filzen sowie speziellen Maltechniken lernten die Teilnehmer/Innen einzigartige Stücke zu entwickeln. Sie lernten verschiedene Ätztechniken, das Färben mit Protein-und Zellulosefarbstoffen und das Verbinden der Wolle mit dem Samt durch Filzen kennen.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: keine
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Mo, 22. – Mi, 24. Juli 2019
Kurssprache: Englisch
Kurskosten: 225 Euro, für Studierende 203 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: HARM HARMS, Niederlande
1945 geboren in den Niederlanden, 1962 - 1963 Technische Hochschulausbildung, 1963 - 1968 Pädagogische Akademie, 1976 - 1980 Ausbildung zum Zeichenlehrer am Gymnasium, 1980 - 1982 Private Ausbildung in einem Goldsmith-Studio, seit 1975 verschiedene Kurse in Keramik, Schweißen, Drucken und Theater, Unterrichtserfahrung, seit 1980 Kunstdirektor am Hawar Textile Institute, leitet Workshops und hält Vorträge über Naturfärben, Stoffmanipulation und Filzen in ganz Europa, der Türkei und Palästina, seit 1995 Chefredakteur einer Zeitschrift über Textilkunst und -handwerk mit dem Titel ‚Vezel Magazin‘ (www.vezel.nl)
mehr Infos: www.harmharms.com und www.hawar.nl

 

 

2. Kurswoche: Do, 25. bis Fr, 26. Juli 2019 (2 Tage)

24: Die Arbeit, der Ort: den Raum in Spannung bringen | Christiane Löhr, D | 22. - 24. Juli 2019 -ausgebucht

In den 1960er Jahren veränderten neue Bewegungen die Wahrnehmung von Kunst - der Blick ging von dem Objekt an sich auf den ihn umgebenden Ort. In Christiane Löhrs künstlerischer Arbeit ist die Setzung im Raum bedeutungstragend. Die Teilnehmer/innen wurden daher aufgefordert, den Blick von der Arbeit in ihren Händen hinaus in den Raum zu lenken. Sie öffneten die Augen, nahmen ihre Umgebung in ihrer Eigenheit wahr und beobachteten die Veränderung und Verbindung, die durch das bewusste Platzieren ihres Werkes, das sie vor Ort entwickelten, entstand
Das Material, mit dem die Teilnehmer/Innen arbeiteten, ist das, was sie mitbringen möchten sowie ohne Einschränkung alles, was ihnen an dem Kursort zur Verfügung stand. Ihre ganz persönliche Erfahrung und Wahrnehmung floss in den Arbeitsprozess ein und ebenso lernten sie im Austausch mit den anderen Kursteilnehmer/innen.

Teilnehmerkreis: Künstler/innen und Personen, die bereits einen Einstieg in künstlerische Arbeitsweisen erfahren haben
Voraussetzungen: keine spezifischen Vorkenntnisse nötig
Teilnehmerzahl: max. 15 Personen

Datum: Do, 25. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Deutsch und Englisch
Kurskosten: 190 Euro, für Studierende 171 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: CHRISTIANE LÖHR, Deutschland
1965 in Wiesbaden geboren, lebt in Köln und Prato, Italien; studierte Ägyptologie/Archäologie in Bonn sowie Kunsterziehung und Germanistik in Mainz/D, 1994 – 1997 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1996 Meisterschülerin von Jannis Kounellis; international durch zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen bekannt, ihre Skulpturen entstehen aus dem direkten Kontakt mit der Natur, aus der sie ihr Material entnimmt. Sie scheint dabei einer dem Material innewohnenden Geometrie zu folgen.
mehr Infos: www.christianeloehr.de

 

25: "Von überall aus geht's überall hin"* | Ismini Samanidou, GR/GB | 25. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

In diesem Kurs konzentrierten die Teilnehmer/Innen sich auf das Experimentieren mit Materialien und Gestaltungs-prozessen. Sie arbeiteten mit Papiermanipulationen, Markierungen, Zeichnungen und Collagen. Es kamen viele verschiedene Arten von Papieren zum Einsatz, unter anderem auch Thermopapier und Papier, das auf Licht reagiert. Es wurden die Eigenschaften der Materialien untersucht, spontan und experimentell gearbeitet, um herauszufinden, wie die Ausgangsstoffe Grundlage für die Entwicklung von Mustern und Oberflächen sein können und wie sich der Faktor Zeit auf die unterschiedlichen Materialien auswirkt. Es wurde über Skalierung, Rhythmus und Textur nachgedacht und nach Wegen gesucht, die entstandenen Proben durch Schichtung und Überlagerung miteinander zu kombinieren. Die Teilnehmer/Innen wollten eine Reihe von Zeichnungen entstehen lassen und sich erlauben, wirklich auf jeden Gestaltungsprozess einzugehen und damit zu spielen.

* Zitat Anni Albers

Teilnehmerkreis: alle, die am Experimentieren und an visueller Forschung interessiert sind
Voraussetzungen: keine Vorkenntnisse erforderlich
Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Datum: Do, 25. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch
Kurskosten: 180 Euro, für Studierende 162 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: ISMINI SAMANIDOU, Großbritannien / Griechenland
1977 in Athen (Griechenland) geboren, 1997 - 2000 Textilstudium am Central Saint Martins College of Art in London, 2001 - 2003 am Royal College of Art in London, lehrt in Großbritannien und international, darunter Central Saint Martins, Royal College of Art (UK) und Penland School of Craft (US); Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter im Victoria & Albert Museum, im Crafts Council und im National Theatre (UK); Ausstellungen und Gruppenausstellungen, Studienbesuche und Stipendien u.a. in Salisbury, UK, Hangzhou Triennale der Faserkunst, China, Mouans Sartoux, Frankreich, Crafts Study Centre, Großbritannien, Zentrum für Kunsthandwerk und Design USA, Artist in Residence in der Josef and Anni Albers Foundation, USA
Weitere Infos: www.isminisamanidou.com

 

26: The Surface Within - Designentwicklung mit handgeschnittenen Schablonen und Nuno-Filz | Liz Clay, GB | 25. - 26. Juli 2019 - ausgebucht

Entdecken Sie zwei der ältesten bekannten Kunsttechniken um dynamische Musterschablonen und Oberflächeneffekte mit modernen Handfilztechniken zu erzeugen. Der Kurs vermittelte Einblicke in einfache Zeichen-, Ausschneide- und Collagetechniken, um mit wunderbaren Wollen und Stoffen malerische Akzente und dekorative Effekte in handgefilzten Textilien zu erzeugen. Die Teilnehmer/Innen setzten sich mit einfachen Designlösungen auseinander, mit Farbe, Struktur und Rhythmus, mit Musterung, Textur und dem Setzen von Merkmalen. Die Teilnehmer/innen wurden ermutigt, mit dem Material zu probieren und Vertrauen im Umgang damit zu erlangen sowie neue Methoden und Prozesse auszuprobieren. So entstanden einzigartige Textilien für zu Hause oder modische Accessoires.

Teilnehmerkreis: Filzmacher/innen und Handwerker/innen
Voraussetzungen: grundlegende Filzkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Do, 25. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch
Kurskosten: 180 Euro, für Studierende 162 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: LIZ CLAY, Großbritannien
Britische Textilkünstlerin, fertigt handgefilzte Textilien für die Haute Couture und Einzelstücke auf Bestellung. Erfahrene Tutorin und Autorin zum Thema „Nuno Filz", unterrichtet international und stellt regelmäßig in Europa, Nordamerika, Australien und Japan aus. Die Arbeiten befinden sich in den Sammlungen von Givenchy, Balenciaga, Christopher Kane und Stella McCartney; Mitglied des Crafts Council Directory, ehemalige Vorsitzende der International Felt Makers Association und Trustee von Somerset Art Works
mehr Infos: www.lizclay.co.uk

 

27: Blumen, Blüten und Schmetterlinge - Muster aus Ostasien als Inspiration für einfaches Sticken | Walter Bruno Brix, D | 25. - 26. Juli 2019

In diesem Kurs wurden Textilien aus Ostasien in Bezug auf ihre Muster anhand von Fotos analysiert. Die Teilnehmer/innen ließen sich davon inspirieren und nahmen bei einem anschließenden Rundgang in und um Haslach die reiche pflanzliche Welt vor Ort wahr. Sie entwickelten auf Basis dieser Eindrücke einen eigenen Entwurf und setzten sich mit verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten auseinander. Es wurden einfache Sticktechniken vorgestellt und die Teilnehmer/Innen schauten sich an, wie die selbst erstellte Vorlage individuell am besten umgesetzt werden konnte. Nähen bzw. Sticken erfolgte von Hand – dieser Prozess erforderte etwas Geduld, bot aber Raum für Auseinandersetzung und Beschäftigung mit kulturellen Hintergründen.

Teilnehmerkreis: alle Interessierten
Voraussetzungen: Nähkenntnisse von Hand sind von Vorteil, es werden keine Nähmaschinen verwendet, der Kurs verlangt daher ein gewisses Maß an Geduld und Ausdauer
Teilnehmerzahl: max. 8 Personen

Datum: Do, 25. – Fr, 26. Juli 2019
Kurssprache: Englisch und Deutsch
Kurskosten: 180 Euro, für Studierende 162 Euro (exklusive Materialkosten)

Kursleitung: WALTER BRUNO BRIX, Deutschland
1965 geboren in Erlenbach am Main/D, 1992 - 1993 Kawashima, Kyoto, Japan – Weben, Färben, Shibori, Sashiko, Stickerei, Kimono in Praxis und Theorie, 1994 Textilrestaurator im Deutschen Textilmuseum, 2004 Aizu Mishima: japanisches Papiermachen, Herstellung von Papiergewändern; seit 1994 Dozent an zahlreichen Universitäten (u.a. Münster, Bonn, Heidelberg, Kerteminde, Zürich) und Seminare an Museen und Unterrichtsstätten; Kurator und Buchautor, tätig für zahlreiche Museen und Sammlungen in Europa
mehr Infos: www.walterbrunobrix.wordpress.com